Shop  /  CD

Skald Orlog

Format:
CD digi
Style:
Heavy Metal
Release:
25.09.2026
Art-Nr.:
CD27611
Label:
Napalm Records
Preis ohne MwSt., zzgl. Versand 13,87 €

Tracklist

01
Draumakona
02
Myrkviðr
03
Ratatoskr
04
Dokksalir
05
Útgarðr
06
Ek Skal Riða
07
Himinbjorg
08
Heiemo Og Nykkjen
09
Veit Barnit
10
Eldr Ok Iss

Beschreibung

Willkommen in einer vergangenen, doch nicht vergessenen Zeit: SKÁLD hauchen mit Ørlog alten Geistern neues Leben ein. Das am 25. September 2026 erscheinende Album ist nicht nur das erste Werk der Band über Napalm Records, es ist auch ein Ausdruck des Schicksals. Wie die Nornen die Zukunft weben, ist das Album ein faszinierendes Tor in unsere unberührten Ursprünge und die Konsequenzen unserer Entscheidungen. Mit zehn neuen Songs als Trittsteinen ist Ørlog eine Einladung, zuzuhören, zu verweilen, zu reflektieren - und etwas vormals Unerkanntes in uns selbst zu finden. SKÁLD machen nicht einfach nur Musik, sie erwecken alte Weisen.

Der atmosphärische Weg dahin, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen, beginnt im Traumreich von ,,Draumakona", einem ausdrucksstarken Blick auf die weibliche Seite schamanischer Weissagung. Die französische Band konstruiert ihre nordischen Folk-Melodien hier besonders eingängig und vertont durch den Wechselgesang zwischen weiblichem Lead und vielschichtigen Stimmarrangements das Spannungsfeld zwischen Individuum und Gemeinschaft. Inspiriert von skaldischer Poesie nutzen SKÁLD zu dieser Zeit passenden Instrumente: Ørlog nimmt durch nordische Streicher, verschiedene Arten von Harfen und Lauten, Hörner, Kantelen, Flöten und weitere Instrumente sowie drei Hauptstimmen Gestalt an. ,,Myrkviðr" greift die überzeugende Energie des Eröffnungsstücks auf, rückt jedoch männlichem Gesang in den Vordergrund. ,,Ratatoskr" trägt die Botschaft intoniert von klappernden Geräuschen und Kehlkopfgesang fort, die in eindringliche Wiederholung des Namens des titelgebenden Eichhörnchens auslaufen. Für ,,Dokksalir" lockern SKÁLD ihre Melodien und gestalten den sanften Song beinahe so bezirzend wie ein Schlaflied - und damit passend zum Konzept der ebenso reizenden wie schrecklichen Sirenen, die in der Dunkelheit lauern. ,,Útgarðr" kontrastiert die verschiedenen Stimmen, indem die Passagen überlappend und mit wechselndem Fokus gesungen werden, bis hin zum Gänsehaut-Höhepunkt - auf den sofort das gegensätzliche ,,Ek skald rida" folgt, das trotz ähnlicher Technik ruhigste Lied des Albums. ,,Himinbjorg" greift nach dem Rand von Asgard, wo Heimdall die Regenbogenbrücke Bifröst bewacht. SKÁLD schenken ihm eine durchsetzungsstarke Stimme, sodass das Stück als nachdrücklicher, doch auch ermutigender Lotse in Richtung des manchmal vernebelten Schicksals führt. ,,Heiemo og Nykkjen", Interpretation einer traditionellen Volksweise aus dem heutigen Norwegen, schlägt sowohl in der Instrumentierung als auch in der Gesangsdarbietung einen sparsameren Weg ein, während ,,Veit barnit" sich nicht nur inhaltlich auf das Wissen von Kindern beruft, sondern die üblichen Harmonien auch mit deren Stimmen ergänzt. Das düstere Finale ,,Eldr ok iss", Altnordisch für ,,Feuer und Eis", spielt erneut mit Kontrasten und referenziert dabei den Schöpfungsmythos, in dem das Urwesen Ymir zum Beginn der Zeiten dem Aufeinandertreffen des Feuerreichs Muspelheim mit dem eisigen Niflheim entsprang. SKÁLD bauen einen passenden Spannungsbogen mit entsprechend dunkler Atmosphäre.

Längst Vorreiter des Neofolk-Genres präsentieren SKÁLD mit ihrem neuesten Album ein beeindruckendes Kunstwerk. Respektvoller Umgang mit den Quellen erhält alte Geister und formt die bezaubernde Welt von Ørlog. Die Sprache mag ungewohnt klingen, doch die Musik berührt die Seele.

Quelle: Napalm Records Website